FAQ

Erfahren Sie alles, was Sie über die REMS-Technologie wissen müssen

Wie wird die Fragilität (Frailty) beurteilt? Welche Parameter werden zur Bewertung della Knochenqualität herangezogen?

Die Knochenmineraldichte (BMD) ist nur eine Komponente der Knochenfestigkeit und lässt daher die Knochenbrüchigkeit nur bedingt vorhersehen.

Um diese Einschränkung zu beheben, wurde lo Fragility Score (FS) entwickelt: ein patentierter Parameter, der die mikrostrukturellen Eigenschaften des Knochens unabhängig von der BMD bewertet. Er basiert auf der Annahme, dass eine brüchigere Knochenstruktur mikrostrukturelle Merkmale aufweist, die sich von denen einer widerstandsfähigeren Knochenstruktur unterscheiden, und dass sich diese Unterschiede im Spektrum des Ultraschallsignals widerspiegeln.

Der FS ist ein dimensionsloser Wert im Bereich von 0 bis 100 e wird durch den Vergleich der vom untersuchten Patienten erfassten Spektren mit Referenzspektralmodellen ermittelt, die von Probanden stammen, die entweder bereits eine osteoporotische Fraktur erlitten haben oder nicht.

Verwirft das System Osteophyten?

Das Vorliegen von Osteophyten in der Wirbelstruktur stellt für die REMS-Technologie keine kritische Einschränkung dar.

Dies ist maßgeblich auf die Fähigkeit von REMS zurückzuführen, jedes einzelne Ultraschallsignal entlang jeder Scanlinie zu analysieren. Dadurch ist das System in der Lage, Signale, die von Artefakten (z. B. Verkalkungen, Osteophyten) stammen, als abweichend vom erwarteten Knochensignal zu identifizieren und sie von der Analyse auszuschließen.

Folglich verwirft die Software bei der BMD-Berechnung automatisch den von Osteophyten betroffenen Teil des Wirbels. Auf diese Weise werden potenzielle diagnostische Verzerrungen, wie etwa eine Überschätzung der Knochenmineraldichte, vermieden.

Wie lange dauert eine REMS-Analyse vom Zeitpunkt des Scans bis zur Erstellung des Berichts?

REMS-Scans dauern jeweils 40 Sekunden am Femur und 80 Sekunden an der Lendenwirbelsäule. Während dieser Zeit werden mehrere tausend Ultraschallsignale von der untersuchten Skelettregion erfasst.

Nach Abschluss der Akquisitionsphase werden die gesammelten Signale automatisch von der Software verarbeitet und analysiert. Sobald dieser Vorgang beendet ist, generiert das System automatisch den Abschlussbericht des Patienten.

Der gesamte Analyse- und Berichterstellungsprozess ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.

Ist REMS für die Anwendung bei schwangeren Frauen sicher?

Die REMS-Technologie gilt als sicher, da sie auf der Verwendung von Ultraschall basiert und somit frei von ionisierender Strahlung ist.

Bei schwangeren Frauen wird die REMS-Untersuchung ausschließlich am Femur durchgeführt, um Informationen über den mütterlichen Skelettstatus zu erhalten und gleichzeitig maximale Verfahrenssicherheit zu gewährleisten.

Die Beurteilung des proximalen Femurs ermöglicht die Analyse eines anatomischen Bereichs, der weit vom Abdomen und folglich vom Fötus entfernt ist, wodurch jegliches potenzielle Risiko für deren Gesundheit effektiv ausgeschlossen wird.

Die klinische Validierung bei schwangeren Frauen wurde im European Journal of Obstetrics & Gynecology and Reproductive Biology 263 (2021) 44–49 von Degennaro et al. sowie in Aging Clinical and Experimental Research 36, 31 (2024) von Ramirez Zegarra et al. veröffentlicht. In diesen Studien wurde REMS zur Bestimmung der Knochenmineraldichte bei Schwangeren eingesetzt, wobei die Durchführbarkeit und das Sicherheitsprofil in diesem spezifischen klinischen Umfeld bestätigt wurden.